Morgenroutine

Morgenroutine

Hand aufs Herz: Wie oft drückst du morgens den Snooze-Button? Und was ist das erste, was du nach dem Aufstehen zur Hand nimmst? Dein Handy, um den Wecker zu stoppen? Wie oft bleibst du daran hängen und scrollst erstmal ein paar Minuten durch diverse soziale Medien? 

Wir alle kennen solche Tage. Irgendwie mit dem falschen Fuß aufgestanden und das auch noch zu spät. Den Snooze-Button bereits das dritte mal gedrückt, sitzt du plötzlich aufrecht im Bett. Zu spät dran. Der Griff zum Handy bestätigt diese Vermutung. Schnell eilst du ins Bad, wirfst dir noch auf dem Weg etwas zum Anziehen über und eilst mit dem To-Go Kaffee aus der Tür. Nebenbei konsumierst du noch die wichtigsten News des Morgens. Und hast du das lustige Katzenvideo schon gesehen?

Es gibt für mich keinen besseren Start in den Tag, als mir Zeit für mich selbst zu nehmen und ganz bewusst Dinge zu tun, die mir gut tun. Ich halte mich dabei nicht an all die goldenen Regeln einer Morgenroutine, die auf Instagram kursieren und gehöre auch nicht dem 5AM Club an. Ich habe nicht immer (eher selten) zwei Stunden Zeit für Sport, Meditation und Persönlichkeits-entwicklung. Lese nicht jeden Morgen ein inspirierendes Buch. Manchmal dauert meine Morgenroutine nur 10 Minuten. Dennoch nehme ich mir diese Zeit – wie gering auch immer sie manchmal ausfallen mag – fast jeden Tag. Warum? Weil ich gelernt habe, dass mein Start in einen neuen Tag einen großen Einfluss darauf hat, wie und in welcher Qualität ich ihn erfahre.  

Im heutigen Beitrag zeige ich dir, wie du zufriedener und bewusster in den Tag startest und gebe dir Ideen an die Hand, wie du deine eigene Morgenroutine finden kannst.

Was ist eigentlich eine Morgenroutine? 

Eine Morgenroutine ist eine Reihe von Verhaltensweisen und Tätigkeiten, mit denen du gleich nach dem Aufwachen beginnst. Ohne vorher dein Handy zu checken startest du direkt durch. Der bewusste Start in den Morgen kann dabei helfen, achtsam durch den Tag zu gehen und gleich morgens einen positiven Fokus zu setzen. 

Wie genau die Routine aussieht, ist total individuell. Grundsätzlich gilt – tue das, was dir gut tut, dir Spaß macht und dich mit einem Lächeln durch den Tag gehen lässt. Deine morgendliche Routine kann fünf Minuten dauern, eine Viertel- oder eine ganze Stunde. Entscheide für dich, womit du dich wohlfühlst und wie viel Zeit du investieren möchtest und kannst.  

Und wie könnte man den Tag besser starten, als sich gleich einmal selbst etwas Gutes zu tun? 

Für mich persönlich ist es bewusste Zeit, die ich mir gleich nach dem Aufstehen nehme, um mich mit mir selbst zu verbinden. Nach innen zu kehren, Dankbarkeit und Liebe einzuladen und eine Intention für den Tag zu setzen. 

Finde deine persönliche Routine 

An dieser Stelle ist mir eines besonders wichtig: Auch wenn ich dir Beispiele aus meiner persönlichen Routine nenne und diese für mich gut funktionieren, achte bitte darauf, dass du DIR etwas Gutes tun willst. Das ist so persönlich und individuell, dass Tipps von Außen dich zwar inspirieren dürfen, du aber frei entscheidest, wie deine morgendliche Routine aussehen darf. Das kann Sport sein, oder laut aufgedrehte Musik, das kann aber auch eine bewusste Tasse Kaffee oder Tee am Morgen bedeuten. Probiere dich aus. Wenn du bemerkst, dass du eine Veränderung deiner Routine brauchst: Trau dich. Sie ist nicht in Stein gemeisselt, sie soll dich nicht unter Druck setzen, sondern dir einen wundervollen Start in den Morgen ermöglichen. Und dieser Start kann und darf jeden Tag anders aussehen. 

Was bei mir an 98% aller Tage nicht fehlen darf? Eine Meditation!

5 Ideen für deine Morgenroutine

1. Lauwarmes Zitronenwasser 

Wir wissen es alle: Unser Körper braucht Flüssigkeit. Wir verlieren auch während wir schlafen Wasser. Gleich am Morgen mit einem Glas lauwarmen Zitronenwasser zu starten sorgt dafür, dass wir ausreichend hydriert in den Tag starten. Zudem unterstützt das Getränk unsere Verdauung, regt die natürliche Entgiftung des Körpers an und gleicht unseren PH-Wert aus. 

Um deine Zähne vor Säure zu schützen, kannst du das Wasser gerne durch einen (nachhaltigen) Strohhalm trinken. 

2. Morgenmeditation

Meditation ist wirklich der Teil der Routine, ohne den ich selten bis nie in den Tag starte. Gleich am frühen Morgen den Blick nach Innen zu richten hilft dir, deine Energie bei dir zu zentrieren und gezielt auszurichten, bevor deine Gedanken und deine Aufmerksamkeit ziellos im Außen zerstreuen und anhaften. Statt also morgens schon To-Do-Listen im Kopf abzuarbeiten oder mit den Gedanken in der Vergangenheit oder Zukunft zu sein, bleibst du erst einmal ganz bewusst im jetzigen Moment und gleichzeitig ganz nah bei dir.

In meinem Podcast Meditationsliebe findest du zwei kraftvolle Morgenmeditationen für deinen Start in den Tag. Die erste dauert nur 7 Minuten, ideal, wenn mal nicht ganz so viel Zeit am Morgen bleibt, die zweite ist etwas ausführlicher.

3. Sanfte Bewegung 

Bewegung am Morgen: Yoga, Tanzen, Dehnen, oder Schütteln – die Möglichkeiten sind unendlich. Den Körper langsam aufwecken, die Wirbelsäule einmal in alle Richtungen bewegen – am frühen Morgen macht all das einen großen Unterschied. Dein Herz-Kreislauf-System wird angeregt, deine Muskeln aktiviert und wertvolle Botenstoffe, die glücklich und munter machen, ausgeschüttet. Entscheide frei, welche Form der Bewegung sich für dich stimmig anfühlt. 

4. Tageskarte ziehen 

Wenn du bereits mit Orakelkarten oder Tarot arbeitest oder es einmal ausprobieren möchtest, empfehle ich dir, mit einer sogenannten Tageskarte in den Tag zu starten. Mische deine Kartendeck, schließe gerne die Augen und dann ziehe ganz intuitiv eine Karte. Betrachte die Karte und verbinde dich dabei mit deiner Intuition: Was löst das Abgebildete in dir aus? Welche Botschaft nimmst du für deinen Tag mit? Schnapp dir Zettel und Stift (oder dein Journal, siehe Punkt 5) und schreibe auf, was du mit den Bildern, Farben, Symbolen assoziierst.

Tipp: Solltest du gerade erst mit Tageskarten beginnen, kann ich dir Orakelhaften oder Karten mit Affirmationen oder Texten ans Herz legen. Du bekommst einen positiven, liebevollen Impuls, der dich den Tag über begleitet und kannst in der Anleitung nachlesen, ohne selbst interpretieren zu müssen. Im Gegensatz dazu Bedarf die Interpretation von Tarotkarten ein bisschen mehr Übung und Hintergrundwissen zu Farben, Symbolen usw. Aber again: Auch hier gibt’s kein richtig oder falsch. Trust your Intuition. 

Meine liebsten Orakelkarten*
Mein Tarotkartendeck*

5. Journaling 

Journaling hilft, sich mit den eigenen Gedanken, Zielen, Wünschen und Allgemein deinem Inneren auseinanderzusetzen. Einfach mal all das aufs Papier bringen, was dir morgens schon im Kopf herumschwirrt, kann unglaubliche Erleichterung mit sich bringen. Gleichzeitig hilft es dabei, sich zu sortieren. Besonders dann, wenn wir unsicher sind, was wir gerade wirklich wollen oder uns festgefahren fühlen. 

Du kannst entweder frei schreiben (einfach alles aus dem Kopf aufs Papier bringen was dich beschäftigt) oder – besonders zu Beginn – unterstützt durch geführtes Journaling mit dem Schreiben anfangen. 

Mein liebstes geführtes Journal ist das 6 Minuten Tagebuch*.

Tipp: Praktiziere Dankbarkeit. Notiere dir drei Dinge für die du dankbar bist. Ganz egal ob riesengroß oder klitzeklein. Der Fokus auf Dankbarkeit erfüllt uns ganz automatisch, weil es uns hilft zu erkennen, was wir schon alles haben.

Jeder Tag ist ein neuer Anfang 

Das Schönste an deiner Morgenroutine? Du kannst jederzeit damit anfangen, sie immer wieder anpassen und neu erfinden und zeitlich an deinen Alltag abstimmen. Probier es doch einfach mal aus! 🙂

Von Herzen, 
Anna